Magische Erkenntnis – Happy Ends sind lernbar

On 12. Juli 2016 by admin

P1050257Ist der „Der Zauberer von Oz„, eine amerikanische Filmproduktion aus dem Jahre 1939, ein Begriff? Immerhin soll der Film laut wikipedia einer von dreien sein, der ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen wurde.

Worum geht’s? Um vier Freunde, jeder ganz anders als der andere, die sich gemeinsam aufmachen und sich gegenseitig darin unterstützen, sich einen Herzenswunsch zu erfüllen. Jeder möchte einen persönlichen Mangel beseitigen: das Mädchen Dorothy sehnt sich nach der Geborgenheit von zuhause in Kansas, die Vogelscheuche hätte gern Verstand statt Stroh im Kopf, der Blechmann wünscht sich ein mitfühlendes Herz in seiner so hohlen Brust und der feige Löwe hätte gern mehr Courage. Es kostet Selbstüberwindung, es ist mühsam, manchmal beängstigend, aber am Ende gelingt es und jeder erhält, was er wünscht – und im Grunde durch sich selbst.

Geborgenheit, Verstand, Herz und Mut – gut gewählt. Hiermit ausreichend ausgestattet kann man dem Leben sicherlich in allen Lagen bestmöglich die Stirn bieten.

Aber liegt es denn überhaupt in unserer Macht, unsere Persönlichkeit bewusst nachzuformen oder nicht? Speziell das Maß an innerer Kraft, lässt sich das wirklich beeinflussen und erhöhen? Bertram Weiß nennt sechs Grundfähigkeiten, die jeder Einzelne trainieren könne, um so persönliche Krisen besser überwinden zu lernen:

  • Realistische Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Angemessene Gefühlsregulation
  • Positive Erwartung an den eigenen Einfluss
  • Problemlösefähigkeit
  • Soziale Kompetenz
  • Ruhe in Stresssituationen

Die Heilung liegt in uns und muss nicht unbedingt irgendwo da draußen gesucht werden. Sie erfordert allerdings Arbeit. Viel Bereitschaft, sich Situationen und Menschen geistig zu nähern und Positionen zu überdenken und neu einzuordnen. Da mag am Ende doch nicht jeder ganz allein in der Lage zu sein, auch sind so schreckliche Erlebnisse denkbar, dass eine dauerhafte Beschädigung die Folge ist, sodass jemand professionelle Hilfe braucht. Aber dennoch, graduell können wir es uns alle selbst fühlbar besser machen. Und ein Versuch schadet sowieso nicht.

Ein mutmachender Fakt in puncto Stärke ist nach GEO Wissen, dass immerhin jeder Zweite von uns schmerzhafte Erlebnisse überwindet, ohne seelische Wunden davonzutragen oder seine Zuversicht zu verlieren. Verlust, Gewalt, Schicksalsschläge führen nicht zwangsläufig zu Beschädigung. Das scheinen dann wohl die Naturtalente zu sein. Und unwillkürlich, finde ich, denkt man über sich selbst nach, wie ging man in früheren Krisen die Sache an? Schlummert doch die Wurzel eines Talents in einem selbst? Gibt es mutmachende Erlebnisse?

Da ist jeder auf sich selbst gestellt, die persönlichen Sternstunden zu rekapitulieren, das Heft wieder selbst in die Hand zu nehmen und dann aufzuräumen.

Spirituell ausgerichtete Menschen sollen es leichter im Bewältigen von Krisen haben und auch diejenigen, die sich überdurchschnittlich für andere engagieren, las ich. Aus beidem scheint viel Kraft zu erwachsen, aus dem eigenen Leid herauszutreten und selbstaktiv zu werden.

Klingt wie Zauberei, ist es aber nicht. Nur Positive Psychologie.

Antje Ortmann

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