Hinter tausend Bergen

On 12. März 2014 by admin

12.03. 2014

Nach einer Woche westfälischer Mittelgebirgsluft bei der lieben Verwandtschaft melde ich mich wieder zurück. Im Land der tausend Berge (auch Sauerland genannt)

Weihnachtsb3grossgabs für mich nämlich leider kein Internet. Aber ich hatte den Fotoapparat dabei, um mir wenigstens Bildnotizen machen zu können. Was habe ich zu berichten?

Auch im viertregenreichsten Gebiet Deutschlands herrschte eine Woche durchgehend Sonnenschein.

Bei den milden Temperaturen ließ sich der Frühling auch nicht lang bitten:

Krokusse

Elfenreigen

Schneegloeckchen

die unverwüstlichen Schneeglöckchen

Huflattich1

Huflattich – soweit das Auge reichte …

Kaetzchen2

Kätzchen in luftiger Höh’

Schluesselblume

Die so genannten Himmelsschlüssel zogen hingegen den Boden vor.

wilder Storchschnabel

Und auch der wilde Storchschnabel kämpfte sich von ganz unten an die Frühlingssonne.

Schon als Kind habe ich gern an Letzterem geschnuppert. Der Storchschnabel hat so einen eigentümlich herben Blattgeruch.

Überall sieht man im Sommer Zuchtformen von ihm in den Gärten und Parks. Sie zieren Rabattenränder, Baumscheiben und Steingärten. Oft auch den schmalen Problemstreifen am Straßenrand. (Auch ich habe im letzten Spätherbst zwei Mal Geranium in meinen Garten geholt.)

Wer kommt an ihm vorbei? Ihn mögen die Schnecken nicht, er ist ein toller Bodendecker, dabei gar nicht anspruchsvoll. Er ist trockenheitsverträglich und einige Arten blühen zudem üppigst über Monate. Auch die Zuchtformen verströmen einen oft zitronig-frischen Duft. Übrigens die ganze Pflanze, wie eine Zerreibprobe zwischen den Fingern schnell beweist. Hmm!

Die laue Frühlingsluft hat wohl auch an diesem Tag den Sauerländer Bauern nach draußen aufs Feld getrieben.

Mist

Landluft-Essenz Frühling

Gerade, wenn es Stadtpflanzen nach einer Landpartie gelüstet, im Märzen nämlich, ist übrigens auch die Zeit, die Rübenfelder zu düngen. Mit Gülle oder versprengtem abgelagerten Mist.

Mein Agrarökonom hier war zur Zeit meiner Feldforschung nicht zu riechen. Sein Acker lag weit, weit hinten am Wilzenberg.

P1030757

Und beim Heranzoomen holt man sich glücklicherweise nur den Anblick heran.

Feldarbeit1

Entwarnung. Der gute Mann hatte gar keinen Güllewagen anhängen. Und er fuhr auch keinen Mist. Kein Mist, kein Gestank.

Vermutlich eggete er gerade. Darauf deutet die Staubwolke hinter dem Gefährt.

Und während er noch eggete, machte ich mich auf einen richtig spannenden Streifzug in den Fichtenwald … Investigativen Journalismus nennt man das wohl. Aber davon ein andermal. Bleiben wir heute vorerst noch bei der Sauerländer Frühlingsszene und dem bäuerlichen Frühlingsregen …

Viele Grüße,

Antje Ortmann

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